Copsa Mare / Großkopisch
Großkopisch, eine freie Gemeinde auf dem Königsboden, besaß die ausgedehntesten Rebenhänge im Weinland. Anfang des 14. Jh. fand hier der Gottesdienst in einer dreischiffigen gotischen Basilika statt. Ein Dokument aus dem Jahr 1283 berichtet sogar von einer älteren Basilika an diesem Ort.
Biertan / Birthaelm
Die Ortschaft gehoert zu den aeltesten Siedlungen Siebenbuergens und wurde erstmals 1283 urkundlich erwaehnt, anlaesslich eines Steuerabkommens mit dem katholischen Bischof des Weissenburger Kapitels. Schon am Ende des 14. Jh. war Birthaelm zum Marktflecken (oppidum) erklaert worden, 1418 erhielt es das Schwertrecht und durfte jeden Samstag Wochenmarkt abhalten, was noch bis vor kurzem geschah. Denn am 6. Mai 1572 wurde der Pfarrer Lukas Unglerus zum kirchlichen Oberhaupt gewaehlt, und Birthaelm war danach fast drei Jahrhunderte lang Bischofssitz der evangelischen Kirche A.B. in Siebenbuergen.
Archita / Arkeden
Diese Ortschaft geoert wahrscheinlich zu jenen Siedlungen der Hermannstardter Provinz, die im Andreanum angefuehrt werden. Weitere 10 Nennungen erfolgen im 14. und 15. Jh.. Seit seiner Gruendung war Arkeden eine freie Gemeinde und gehoerte von 1324 bis 1876 zum Schaessburger Stuhl.
Bradeni / Henndorf
Die Ortschaft, auf deutsch Henndorf, auf rumaenisch Bradeni und auf ungarisch Hegen genannt, wurde 1297 als Terra Heen erstmals urkundlich erwaehnt. 1349 nannte man sie Villa Hegun. Die dem Hl. Andreas geweihte Kirche wurde 1350 in einer Urkunde angefuehrt, als drei Einheimische namens Vasmuet, Andreas und Herbord einen Ablassbrief aus Rom erhielten. Weitere Ablassbriefe erreichten den Ort 1406 und 1416, dank der Bemuehungen des Bischofs Stephan, doch auch anderer kirchlicher W??rdentr?¤ger in der Zeitspanne bis 1497, als es um die Wehrbarmachung der Kirche ging. Dank dieser Ablassbriefe konnte die Kirche fertiggestellt werden und scheint sogar Wallfahrtsort gewesen zu sein.
Iacobeni / Jakobsdorf
Jakobsdorf scheint zu den fruehen saechsischen Siedlungen Siebenbuergens zu gehoeren, selbst wenn seine urkundliche Erwaehnung nur 1309 erfolgt. Damals gehoerte zu den Pfarrern des Kosder Kapitels, die einen Zehntprozess gegen den Weissenburger Bischof anstrengten, auch ein Nikolaus von Jakobsdorf.
Merghindeal / Mergeln
Der heutige deutsche Name der Ortschaft ist Mergeln (ungarisch Morgonda), doch frueher nannte man es Mergenthal oder Marienthal. Wenn 1910 die Gemeinde 1204 saechsische Einwohner zaehlte, waren es am 31. Dezember 1995 gerade noch 4; der Gottesdienst wird vom Pfarrer aus Agnetheln/ Agnita gehalten. Die Gemeinde Mergeln liegt 58 km von Hermannstadt und 8 km von Agnetheln/ Agnita entfernt.
Altana / Alzen
Eine Legende berichtet, dass die ersten Sachsen, die in diese Gegend gelangten, von zehn Graefen angefuehrt wurden. Diese Graefen beschlossen nun, der Siedlung einen Namen zu geben, und jeder schlug hartnaeckig seinen eigenen Namen vor. Deshalb wurde festgelegt, dem fleissigsten die Ehre zu geben. Da aber alle sehr fleissig waren, war es schwer, einen auszuwaehlen, und so entschieden sie bis zuletzt, alle zehn anzufuehren, also All Zehn.
Sighisoara / Schaessburg
Als aus Kronstadt fuehrende E60 Strasse ins umfangsreiche Kokeltal betritt, ploetzlich erscheint zwischen zwei Huegel, in seine mittelalterliche Schoenheit, die Stadt Schaessburg.
Diese hervorragende Stadt ist mit seine mehrhundertjaehrige Geschichte, die Heimat der ungarische, saechsische, rumaenische Voelker.
Die Burg und die Stadt war im Mittelalter gegruendet. Im Jahre 1298, die Stadt ist als Castrum Sex und nur spaeter in 1436 die heutige Name, Schaessburg erwaehnt.
Prejmer / Tartlau
Die Einwohner von Tartlau packte das Entsetzen, als die Glocken anstatt zum Kirchgang Sturm laeuteten. Zweihundert Jahre vorher hatten die Tataren den Ort gleich dreimal einge?¤schert, was unvergessen geblieben war, und jetzt drohten die Tuerken schon zum zweiten Mal, das Dorf zu ueberfallen. Es waren nur zehn Jare seit jenem Ueberfall von 1421 vergangen, als fast kein Stein mehr auf dem andern geblieben war. Und nun eilten alle in die Kirchenburg, verschlossen die Tore, lie??en das Fallgatter hinunter und luden die beruechtigte Todesorgel. Sie waren die einzigen Sachsen, die so eine Waffe besa??en.
Harman / Honigberg
Die Geschichte Honigbergs beginnt mit der Anwesenheit des Deutschen Ritterordens, der zu Anfang des 13. Jh. im Burzenland u. zw. in Marienburg/Feldioara, Tartlau/Prejmer, Rosenau/ Rasnov und Petersberg/Sanpetru angesiedelt wurde. Die erste urkundliche Erw?¤hnung erfolgt am 2. Maerz 1240, genau 15 Jahre nach der Vertreibung des Ordens aus diesem Gebiet.
















