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ATEL / HETZELDORF
Die Kirche
Anfangs hatte die Kirche einen Chor mit dreiseitigem Abschluss und ein Hauptschiff mit Flachdecke, die durch Spitzbogenarkaden mit den Seitenschiffen verbunden war. Ueber dem Westende des Mittelschiffs befand sich ein Glockenturm mit Spitzbogenmasswerkfenstern, die spaeter zugemauert wurden. Diese Bauarbeiten haben mutmasslich Meister und Gesellen der Bauhuette der Hermannstaedter Stadtpfarrkirche ausgefuehrt.

Spaeter, wahrscheinlich um 1429, wurde die Sakristei angebaut, danach der Risalit und das Querschiff der Kirche hinzugefuegt. Der Steinmetz Andreas Lapicida, beruehmt durch seine Arbeiten in den Kirchen im Tal der Gro??en Kokel, erneuerte das Gewoelbe Ende des 15. Jh. Wahrscheinlich hat er damals auch das Wehrgeschoss des Chors errichtet, das man ueber eine Wendeltreppe erreicht.
Die Burg
Im Jahr 1460, noch bevor die Kirche bewehrt wurde, baute man einen ovalen Mauerguertel rings um das Gebaeude. Der Torturm im SO wurde aus Sandstein erbaut, verlor aber an Hoehe durch Erdrutschungen. So kommt es, dass der Eingang ins zweite Geschoss heute nah an der Erdoberflaeche liegt, obwohl man frueher nur ueber eine einziehbare Leiter hochsteigen konnte. Aus dem zweiten gelangte man ins dritte Geschoss, wo sich Wohnrauume befanden, darueber oeffneten sich Schiessscharten.

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