In einer Urkunde aus dem Jahre 1337 wird Petrus, der Sohn des Stephan de Boda, als Mitglied des Rates der Ältesten des Schäßburger Stuhls erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt war Bodendorf eine freie Gemeinde dieses Stuhls, und die bedeutendste nach Keisd und Arkeden.
Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche stammt aus dem Jahre  1356, erbaut wurde sie jedoch im Jahrhundert davor. Ursprünglich hatte sie die Form einer dreischiffigen romanischen Basilika mit einem nur leicht eingezogenen Chor. Hauptschiff und Seitenschiffe waren über fünf Spitzbogenarkadenpaare verbunden, am Übergang zum Chorraum gab es einen spitzbogigen Triumphbogen. Auf der Nordseite gab es eine Sakristei und im Westen der Kirche das Eingangsportal. Das Hauptschiff war flach gedeckt, Seitenschiffe und Chorraum hatten Kreuzgewölbe, und die Apsis ein Stichkappengewölbe. Die Sakristei verfügte über ein Tonnengewölbe. Es fällt auf, das im ursprünglichen Bauplan kein Kirchturm vorgesehen war.

In der Zeitspanne 1505 -1508 werden im Schäßburger Ausgabenregister Steuerbefreiungen für Bauarbeiten in Bodendorf im Wert von 21 Gulden und 12 Florin erwähnt. Dieses Geld wurde wohl für Befestigungsarbeiten an der Kirche genutzt. In dieser Zeitspanne wurde wohl mit dem Bau eines Westturmes begonnen, von dem heute nur noch die unteren drei Geschosse erhalten sind. Es läßt sich nich eindeutig feststellen, ob er jemals fertiggestellt wurde oder die Bauarbeiten in diesem Stadium eingestellt wurden. Im Laufe dieser Bauarbeiten wurden die Seitenschiffe und die Sakristei zugunsten der Wehrbarmachung der Kirche abgetragen. Die Arkaden wurden zugemauert, und die Außenmauern von Hauptsschiff und Turm über die gesamte Länge mit Strebepfeilern verstärkt. Zur gleichen Zeit wurde auch das Westportal zugemauert und neue Eingänge in die Süd- und Nordwand gebrochen. Die Strebepfeiler im oberen Bereich durch Verteidigungsbögen, auf denen nun dasWehrgeschoss ruht, verbunden, sodass Gußschlitze entstanden. 

Chor und Apsis erhielten ein auf Konsolen vorgekragtes ziegelgemauertesWehrgeschoss, mit je drei Wurflöchern an den Längsseiten des Chores und je einem an den drei Seitenwänden der polygonalen Apsis. In die Wand des Wehrgesschosses sind sieben, nach außen hin schmale und nach innen sich verbreitende Schießscharten eingelassen. Vom Dachboden des Kirchenschiffes aus konnte das Wehgeschoss über eine von zwei Schießscharten flankierte Tür betreten werden.

In ebendiesem Zeitraum wurde auch der polygonale Bering mit seinen fünf dreigeschossigen Wehrtürmen mit Pultdach errichtet.  Die vier Meter hohe Wehrmauerhen war mit Zinnen versehen und der Wehrgang verlief auf eienmMauerabsatz in etwa zwei Metern Höhe. Der massive Westturm wurde, davon zeugen die Fenster der oberen Geschosse und der Rauchfang im Südosten, zum Wohnturm ausgebaut. Die einzelnen Geschosse werden durch Holzdecken getrennt und sind einzeln über Eingänge in der Ostwand zugängllich. Das Erdgeschoss weist verschließbare Maulscharten mit Holzrahmen auf. Im Inneren des Turmes gibt es mehrere Inschriften in Rot und Schwarz. Eine davon weist auf das Jahr 1545 hin, die anderen sind lateinische Texte.

Der Torturm auf der Südwestseite hatte ein Tonnegewölbe und war mit einem Fallgatter versehen. Im obersten Gecshoss gab es verschließbare Maulscharten. Darüber gab es ursprünglich einen hölzernen Wehrgang. Nach seiner Beseitigung wurde das neue Dach auf den Hängeböcken des Wehrgangs errichtet. Die beiden Nordtürme sind im oberen Bereich über Zugänge aus dem Inneren des Berings zugänglich, das Erdgeschoss ist über Falltüren und Leitern aus dem ersten Stock. Der Ostturm ist verfallen.

Eine Inschrift bezeugt, dass das Tonnengewölbe des Schiffs im Jahre 1519 fertiggestellt wurde. Es ruht auf zwei Ziegelmauern, die vor die Süd- und Nordwand gesetzt wurden. Auf beiden Seiten wurden auch spitubogige Nischen ausgespart. Das Gewölbe wurde mit Tonrippen dekoriert. Im gleichen Zeitraumwurde wohl auch das Netzgewölbe in Chorraum und Apsis erbaut.

1538 spendet  Hermannstadt 16 Florin für dem Erhalt der Kirche, und 1544-1545 25 Florin für den Bau eiens Turmes. Dabei handelt es sich wohl entweder um den Kirchturm oder den Torturm. 1680 wird die Südempore errichtet, davon berichtet folgende Inschrift im Innern der Kirche: „Magister operis fuit Johann Rössler anno 1680.” Die doppelte Westempore wurde 1775 erbaut.
Ebenfalls im18. Jahrhundert wurden im Inneren des Berings, über die gesamten Länge der Mauer Getreidespeicher errichtet und der Bering im Südosten durch Bau eines Zwingers vergrößert. Er wurde zur Unterbringung der Tiere genutzt und hatte einen Brunnen.
1804 wurde das Wehrgeschoss über dem Kirchenschiff abgetragen und das Kirchendach auf den hölzernen Hängeböcken des Wehrgangs abgestützt. 
Der Altar der heute im Chorraum der Kirche steht, stammt aus dem Jahre 1805. Über ihm befindet sich der Orgelprospekt, der ein Wandfries mit Engeln in byzantinischem Stil verbirgt, das nach der Reformation mit Putz überdeckt worden war. Über der Nordempore wurde 1808 eine neue Empore gebaut. Die drei Geschosse des Westturms werden 1847 mit einem kleinen Glockenturm überhöht und auf der Nordseite der Kirche, wo Anfang des 16. Jahrhunderts die alte Sakristei abgetragen worden war, ensteht eine neue Sakristei. Die Kirche wurde 1856 und 1946-1966 renoviert.
Aus der Bodendorfer Kirche stammt ein kostbarer silberner Abendmahlskelch, der in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts in einer Kronstädter Werkstatt entstanden ist.

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