Als Joahnn zu Beginndes Frühlings aufbrach, dachte er lange an das, was er hinter sich zurückließ. Es war vielleicht nicht viel, aber es war sein Geburtsort und der der drei blonden Haarschöpfe, die in Decken gehüllt in dem Wagen lagen, der imunwegsamen Gelände nur sehr langsam vorwärts kam. Abends hielt der Wagenzug und Rinderzug und dann unterhielt er sich mit den anderen über den Ort, an dem sie bleiben wollten. Keiner wußte wo der war, aber sie alle wußten, was sie suchten. Aus seinem Dorf  waren fast alle aufgebrochen in der Hoffnung auf ein besseres oder zumindest anderes Lebens,und auf der Reise hatte sich ihnen noch andere angeschlossen.  Als Honterus die Gemeinde Katzendorf 1488 mit 92 Wirten, 5 Hirten,einer Schule, einer Mühle und zwei Armen einträgt, bestand der Ort schon bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten und die Nachfahren der drei Blondschöpfe hatten Häuser errichtet und sich besonders um das Zentrum ihrer Ansiedlung, die Kirchenburg bemüht. 

Die Kirche
Die Repser Kirche Königsboden und Repser Stuhl, wurde irgendwann Mitte des 13. Jahrhunderts als dreischiffige Basilika erbaut, ihr Aussehen veränderte sich stark nachdem Ende des 19. Jahrhundert der Westturm einstürzte. Damals wurden das romanische Portal und das Dach des Kirchenschiffs beschädigt. Fragmente des alten Portals wurden in die neue Kirchenfassade eingelassen.
Die Basilika mit quadratischem Chor und halbkreisförmiger Apsis hatte zwischen dem Hauptschiff und den Seitenschiffen Arkdenbögen. Aus der romanischen Bauphase stammt die Anlage des Chores, die Obergadenfenster und der Priestereingang auf der Südseite des Chors, der im19. Jahrhundert als Sakristeiengang genutztwurde. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts, zu dem Zeitpunkt, als wohl auch die Kirche befestigt wurde, wurde der halbkreisförmige Chorabschluss in einen 5/8Abschnitt umgewandelt und der Chorraum mit einem Kreuzgewölbe mit fünf Stichkappen überspannt, dessen Gewölberippen auf halbkreisförmigen Säulen Konsolen ruhen.  Die Fensteröffnungen auf der Südseite erhielten Spitzbogenöffnungen, das im Osten blieb als Rundbogenfenster erhalten. Durch ein zur Tür vergrößertes Fenster auf der Nordostseite erfolgt der Ausgang auf die Orgelempore über dem Altar. Zwischen Chorraum und Hauptschiff gibt es einen halbkreisförmigen romanischen Triumphbogen.



Das Hauptschiff verfügt in beiden Obergaden über drei romanische Zwillingsfenster mit dreifach abgetrepptem Gewände. Im Zuge dieser Umbauten erhielt auch das Hauptschiff ein auf Konsolen ruhendes gotisches Rippengewölbe, das nach seiner Zerstörung beim Einsturz des Turmes, durch eine flache Deck ersetzt wurde. Ein Teil der gotischen Schlusssteine wurden in die Westfassade eingemauert, die ein schlichtes Portal mit einem Portikus mit Satteldach erhielt. Da der Kirchturm nicht wieder aufgebaut wurde, wurde über seinem Erdgeschoss eine kleine Tribüne/Empore eingerichtet, die, wie die 1711 eingebauten hölzernen Emporen der Seitenschiffe, über Treppen am Ende der Seitenschiffe zu erreichen ist. Das Mobiliar stammt aus dem 19. Jahrhundert, der Altar ist 1813 datiert, die Kanzel 1864 und die Orgel 1803. Auf der Nordseite sind in einen Kreis eingeschriebene Kreuze zu sehen, die wohl von der Einweihung der Kirche durch einen Bischof stammen. Der Zugang in die Seitenschiffe erfolgt durch zwei symmetrische Rundbogenportale.

Die Befestigung
Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert befestigt, ein zweiter Bering wurde zwei Jahrhunderte später errichtet. Beide haben einen die Form eines unregelmäßigen Vielecks, vor dem Turm gibt es einen,von einer Mauer aus Stein und Ziegelsteinen umgebenen Bereich von geringer Höhe, den sogenannten Zwinger, der dazu diente den Burgkern vor Artilleriebeschuss zu schützen. Ursprünglich gab es an der Mauer vier hervorstehende Türme. Dazwischen war die Mauer, die ein Ziegeldach hatte, bis zu acht Meter hoch. Über der Toreinfahrt blieb der vorgekragte hölzerne Wehrgang erhalten. Die oberen Geschosse waren früher aus dem Hof, nur über Leitern  die an die Öffnungen im zweiten Stock angelegt zugänglich. Der Ostturm hat eine schöne steinerne, gotische Türeinfassung. Jedes Geschoss hatte hohe Schießscharten, die sich nach innen hin verschmälerten. Beeindruckend ist das stark hervorstehende obere Wehrgeschoss des Nordturms. Der Südturm wurde abgetragen, der einzige Turm der Wurflöchern hat, ist der Ostturm.
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