Vier Jahre nach dem Einfall der Türken unter Evrenos-Bei, nach Siebenbürgen und in das Gebiet jenseits der Karpaten , wo sie schließlich zurückgeschlagen worden waren, verfügt ein königliches Gesetz, dass die siebenbürgischen Städte mit starken Verteidigungsmauern befestigt werden sollen. Obwohl die Kirchen der sächsischen Dorfgemeinden in der Vergangenheit wiederholt durch tatarische und türkische Einfälle gefährdet worden waren, war ihre Wehrbarmachung noch nicht systhematisch betrieben worden. So kames erst 1427 in Tartlau zur Entstehung einer starken Kirchenburg, die im Falle eines heidnischen Überfalls den Ortsbewohnern und auch ihren Tieren über Wochen hinweg Schutz bieten konnte.

Als die Gemeinde des nördlich des Altflusses gelegen Dorfes Kleinschenk, in dem auf dem Westturm verzeichneten Jahr 1421 ihre Kirche fertigstellte, war diese noch nicht von dem starken Bering, der erst Jahrzehnte später entstehen sollte, umgeben. Für die Errichtung der den Heiligen Aposteln geweihten Kirche war sicherlich nicht allein zufällig ein Ort in der Nähe des einstigen römischen Castrums der 2. Kohorte Flavia Bessorum gewählt worden.  So kam es, dass auch etliche Spolien der Garnison in die Burgmauern eingebaut wurden, jedoch nicht auch die weibliche Maske,die erst jahrhunderte später zum Vorschein kam.
Die Saalkirche schließt im Westen mit einemmassiven Glockenturm ab. Auf der Nordseite des rechteckigen Kirchenschiffs befindet sich eine Empore. Es wurde  mit einer Flachdecke versehen, während  der Chorraum mit einem Kreuzgewölbe mit Spitzbogen ausgestattet wurde. Hier steht ein bemalter Altar aus dem Jahre 1868. Wie in Eibesdorf, Großschenk und Trappold hat sich auch hier ein gotisches Sakramentshäuschen erhalten.
Während das Kircheninnere in Anlage und Dekoration keine großen Besonderheiten zu bieten hat, so fällt das offene, Mitte des 15. Jahrhunderts über dem Chorraum errichtete Wehrgeschoss mit vorgekragter Fachwerkbrüstung umso mehr auf. Die Wehrtürme weisen die gleichen Fachwerkwehrgänge auf, die gleiche Bauweise ist auch an den Kirchenburgen in Draas und Probstdorf im Harbachtal vorhanden.

Mitte des 15.Jahrhunderts wurde die Kirche mit einem polygonalen Bering umgeben. Durch Verdoppelung der Mauer entstand entlang der Süd- und Südwestseite der Zwinger. Der Eingang der Kirchenburg wurde durch einen Toturm verteidigt, außer ihm gab es entlang der Burgmauer noch drei weitere, schwerfällig wirkende Wehrtürme.
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Harman 14

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Mein Dorf - 15 EUR

Johann Schaas, Kurator der sachsischen Kirche Richiş (deutsch: Reichesdorf, Reichersdorf, ungarisch Riomfalva) teilt mit uns, in sachsischem Dialekt, seine schonsten Erinnerungen an Orte in Siebenbürgen, die er liebte und nicht verlassen wollte, auch wenn die Umstande dagegen sprachen. Documentary Film, 52 minuten. Untertitel: Rumanisch, Englisch, Deutsch, Franzosisch, Italienisch, Ungarisch.
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