Normalerweise wachsen Siedlungen von klein zu groß, von Dorf zu Stadt oder gar Hauptstadt. Neustadt entwickelte sich in entgegengesetzte Richtung bis in unsere Gegenwart. Wenn der Ort auch 1367 Villa Cristiani  und 1377 Civitas Nova genannt wurde, hat er derzeit nur den Status einer Gemeinde. Umgeben einst von weit reichenden Wäldern des Burzenlandes, muss Neustadt - noch bekannt als Noscht oder Keresztenyfalu - in der ersten Hälfte des 14.ten Jahrhunderts von Mönchen des Zisterzienserordens besucht worden sein, die schon seit Anfang des 13.ten Jahrhunderts in Siebenbürgen ansässig waren. So wären auch die wenigen romanischen und gotischen Elemente der Kirche zu erklären, die dem Heiligen Nikolaus geweiht wurde: das westliche Portal, eine Rosette und ein paar Schlusssteine. Das Portal hat eine Lünette, umrahmt von halbkreisförmigen, romanischen Archivolten und einige der Kapitelle sind mit Eichenblättern geschmückt. Die Rosette ist mit vier kreisförmigen Formteilen verziert, die auch für die Bauhütte von Kerz kennzeichnend sind und die Schlusssteine auf welchen Jesus, Agnus Dei und eine Kirschblüte abgebildet sind, erinnern an diejenigen in der Bartholomäuskirche in Kronstadt. Diese Fragmente wurden in das neue Kircheschiff integriert, das während der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts umgebaut worden ist. Während die alte Basilika drei Schiffe hatte, die durch Säulen getrennt waren, hat der aktuelle Bau einen fünfeckigen Chor mit Stichkappengewölbe, der vom Kirchenschiff durch einen hohen Triumphbogen getrennt ist. Ein weiteres Stück das noch von der alten Kirche erhalten blieben ist, ist der hinter dem Altar stehende eigenartige Grabstein der Pfarrfrau Anna May, 1631 datiert, auf welchem das Lamm mit dem Labarum abgebildet ist (das Christusmonogramm, das auf dem Banner von Konstantin dem Grossen vertreten war). 

Der Glockenturm ist von drei Türmen mit Wendeltreppe flankiert, die den Zugang zu der Tribune von dem zweiten Geschoss des Turms ermöglichen. Am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurde ein Stockwerk hinzugefügt und auf das Dach mit Holzgallerie  wurde zugunsten eines von vier Türmchen flankierten Turmhelms verzichtet.
Noch vor der Hälfte des XV Jahrhunderts wurde die Befestigung errichtet. Die Ringmauern werden durch andere niedrigere Wände und acht Türmen verstärkt. Die Ebenen werden durch Holzfußböden geteilt und enden im oberen Teil mit Zinnen und Wurflöchern in der Konsole. Bei den halbrunden Türmen sind die Dächer einseitig, während die viereckigen ein Walmdach tragen, die an der Turmspitze eine eiserne Wetterfahne haben. Die Türme wurden durch einen Wehrgang miteinander verbunden. Die niedrigere Ringmauer, die von dem Turm mit dem geschlossenen Gittertor ausgeht, grenzen einen Zwinger ab. Im 17. Jahrhundert wurde der Bastei am Eingang zum Innenhof ein fünfeckige Turm zur Seite gestellt, auf dem der folgende Text steht: Ist angefangen in Gottes namen das werk be 1654

Wie viele andere sächsische Festungen hatten auch hier die Ringmauern Vorratskammern, die, wie auch der Wehrgang, am Ende des 19 Jahrhunderts abgetragen wurden.
In einer Kapelle haben sich Spuren von Wandmalerei erhalten.
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Johann Schaas, Kurator der sachsischen Kirche Richiş (deutsch: Reichesdorf, Reichersdorf, ungarisch Riomfalva) teilt mit uns, in sachsischem Dialekt, seine schonsten Erinnerungen an Orte in Siebenbürgen, die er liebte und nicht verlassen wollte, auch wenn die Umstande dagegen sprachen. Documentary Film, 52 minuten. Untertitel: Rumanisch, Englisch, Deutsch, Franzosisch, Italienisch, Ungarisch.
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