Selbst nach so langer Zeit nachdem man sich auf königlichem Boden niedergelassen hatten, blieb die Landaufteilung Ursache vieler Gerichtstreitigkeiten zwischen den Menschen gleicher Nation. Es war ein schwieriges Jahr voller Ereignisse, die eng aufeinanderfolgten: die moldauischen Adligen erhoben sich gegen die ungarische Herrschaft; Bogdan, Voivode von Maramureş ließ sich östlich der Karpaten nieder und gründete einen Staat mit der Hauptstadt in Baia und der Herrscher der Walachei Nicholaus Alexander, weigerte sich, weiterhin die Oberhoheit von Ludwig I. anzuerkennen. Und siehe, jetzt werde ich, der Vorsitzende Henning mit den Dorfältesten zusammen zum Mediascher Stuhl gerufen, um einen Rechtsstreit zwischen den Brüdern Bazna und Velt zu schlichten. Das war im Jahr 1359.

Aufgezeichnet im Jahr 1268 als untertäniges Tobiasfalva, wird der Ort unter der Schirmherrschaft des Heiligen Thobias erst wieder 1359 aufgezeichnet erscheinen, und zwar unter geändertem Status als freie Gemeinde des Mediascher Stuhls. Die Kirche, die in der Mitte des Ortes steht, ist nicht genau datiert.  Die Inschrift auf der Westseite, die das Jahr 1524 erwähnt, weist sicher auf die Zeit der Befestigung. Der Kirchenraum hat Schiff und Chorraum fünfeckig und von gleicher Grösse. Letzteres hat das gerippte Gewölbe aus Ton, das einen Sternenhimmel darstellt, beibehalten. Das Licht dringt hier durch zwei Rundbogenfenster ein. Auf der Nordseite wurde ein Tabernakel angebracht, dessen Relief die Via Dolororum zeigt. Das Stück ist ähnlich wie die Tabernakel von Eibesdorf oder Wurmloch. Auf derselben Seite wurde ein Jahrhundert später eine Tür zur Sakristei durchbrochen. Das Jahr 1610 ist an der Tür markiert. Zu erwähnen sind auch die Kirchenbänke mit ihren Intarsien, die ins 16. Jahrhundert gehören. Das Schiff, das von dem Chor durch einen Triumphbogen abgetrennt wird, trägt dasselbe Gewölbe, das allerdings nicht gerippt ist. In der Westempore wurde 1731 eine pneumatisch betriebene Orgel von Georg Wachsmann aufgestellt.
Die Kirche endet am westlichen Ende mit einem Glockenturm, unter dem sich auch der Eingang befand. 1732 stürzte er ein und es wurde erst im Jahr 1902 der aktuelle Glockenturm aus Holz darüber gebaut. Derzeit ist der Haupteingang auf der Südseite durch ein Portal mit Einflüssen der Renaissance.
 
Im 16. Jahrhundert begann also die Befestigung der Kirche  mit einer einfachen Ringmauer ohne Bastionen und einem ovalen Weg. Gegenwärtig Derzeit gibt es sie nicht mehr, da sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts abgebaut wurde, um die Schule nebenan zu bauen. Die Kirche wurde wiederum durch die Errichtung einer Schutzmauer vor Schiff und der Chor befestigt. Diese werden an der Außenseite von Strebepfeilern gestützt, die durch Arkaden verbunden sind, hinter denen sich auch die Wurflöcher befinden. Die Brüstung wird von Schießscharten  durchbrochen. Den Zugang dahin bot eine Wendeltreppe auf der Nordseite.
Die Tatsache, dass die Kirche schon vor dem Jahr existierte, das an der Westwand angegeben ist, beweist auch eine der drei Glocken, die das Jahr 1491 trägt.

Aus der Kirche von Tobsdorf stammt auch einer der interessantesten Flügelaltäre Siebenbürgens.  Seine Einzigartigkeit liegt in der Gegenüberstellung von Themen des Alten und Neuen Testaments. Er wurde vom damalige Pfarrer Johann Welther im Jahr 1720 gekauft und restauriert, aber das Stück in seiner ursprünglichen Form als dreiteiliger Altar mit doppelten Flügeln stammt aus dem Jahr 1522; das Jahr, das auf dem Zettel einer Figur in der Darstellung der Dornenkrönung steht. Die Szenen die auf den befestigten Teilen des Altares sichtbar sind und die man sieht, wenn er zu ist, stammen aus der Passionsgeschichte: Jesus am Ölberg, das Urteil des Pilatus, das Tragen des Kreuzes, das Auspeitschen, die Dornenkrönung, die Vorbereitung der Kreuzigung, die Kreuzigung selbst und die Auferstehung. Die anderen Gemälde zeigen das Letzte Abendmahl und Szenen aus dem Alten Testament. Auf die Predella des Altares wurde die Grablegung gemalt. 

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Harman 14

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