Der geschickte und unnachgiebige Cardinal Gentilis de Montefiori, der Gesandte des Papstes, setzte eine schwere Strafe fest und drohte all jenen, die nichtkatholische Partner heirateten, mit der Exkommunikation. Im Jahre 1309 kam in Pojon (Pressburg/Bratislava) die Synode zusammen. Es war ein volles Jahr für den vom päpstlichen Stuhl mit der Lösung einer Vielzahl von Problemen im Königreich betrauten Kardinal. Es galt, den Ladislaus, den Fürsten von Siebenbürgen, der seine Tochter mit einem Orthodoxen, dem Sohn des serbischen Königs, vermählen wollte und den siebenbürgischen Bischof in seinem Amt zu bestötigen, so wie es Ulricus, decanus de districtu de sanctae Ladislao und andere neun Dechanten/Dekane vomHeiligen Vater erbeten hatten.

Dies ist die erste Urkunde in welcher der Ort Lasseln erwähnt wird, dessen Namen vom Namen des Heiligen Ladislaus dem Patron der Dorfkirche abgeleitet ist. Es gibt keine Urkunde, in der die Lassler Basilika, von der heute nur noch der Glockenturm steht, erwähnt wird, aber sie war zum Zeitpunkt der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes vermutlich schon fertiggestellt. Der alte Bau, der bis ins 19.Jahrhundert hinein bestand, hatte einen Chor mit 5/8-Abschluss, drei Schiffe, den bereits erwähnten Turm und ist geostet. Eine Inschrift gibt als Datum der Erbauung das Jahr 1456 an, aber dabei handelt es sich wohl eher um das Datum von Umbauarbeiten, denen im 15. Jahrhundert auch andere Basiliken unterworfen wurden. Die am Westturm vorhandenen Spuren lassen schließen, dass das Hauptschiff mit einem Tonnengewölbe eingewölbt war und hatte, den am Turm erkennbaren Giebelspuren nach, ein Satteldach. Es sind auch Fragmente der Seitenschiffwände erhalten geblieben, die ebenfalls von Tonnengewölben überspannt waren. Der Glockenturm war nicht wie üblich auf der Kirchenachse angeordnet,er stand auf der Südseite und hatte einen offenen Portikus, dessen Öffnungen bei der Wehrbarmachung des Turmes zugemauert wurden, so dass der Turm danach nur noch aus dem Kircheninneren durch das zweite Geschoss betreten werden konnte. Der fünfgeschossige Turm hat schmale Schießscharten und Rundbogenöffnungen im oberen Geschoss. Die letzte Etage ist ein auf Konsolen gelagertes Wehrgeschoss mit Pyramidendach.

Erhalten Mauerteile weisen darauf hin, dass die Kirche von einem einfachen Bering ohne Türme umgeben war. Im Westen sind die Mauern auch heute noch fast fünf Meter hoch, die Löcher der Balken die einst den Wehrgang trugen. An die Nordwand wurde ein Getreidespeicher angebaut.
Die heutige Kirche wurde von dem Schäßburger Samuel Teutsch erbaut nachdem 1838 die alte abgetragen worden war. Die neue Kirche, die auf den ersten Blick keinem bestimmten Baustil zugeschrieben werden kann, war ursprünglich turmlos. Einige Jahre später wurde einer errichtet, der aber nach einiger Zeit einstürzte und dabei auch den westlichen Teil der Kirche bechädigte. Der Kirchturm wurde nicht wieder aufgebaut, sondern der alte, nördlich der Kirche gelegene Turm als Glockenturm genutzt.
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