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Siebenbürgen, auch Transsilvanien genannt, ist eine der bezauberndsten Regionen Rumäniens. Von deutschen, ungarischen und rumänischen Kulturtraditionen geprägt, ist es ein herausragendes Beispiel einer kulturell und ethnisch vielfältigen Region. Sein großes touristisches Potential verdankt Siebenbürgen aber nicht zuletzt seiner unberührten und abwechslungsreichen Landschaft.
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MAEIRUS/NUSSBACH
War etwa Villa Nucum, der Ort, den sich der Deutsche Ritterorden zur Errichtung seiner Burg ausgesucht hatte? Schon allein die Lage Nussbachs schien das nahezulegen. Obwohl es ihmeinfach nicht gelingen wollte, eine Urkunde oder einen anderen Beleg dafür zu finden, dass die weißen Ritter hier verweilt hatten, schien dennoch alles, was er über die Ankunft und Ansiedlung der kriegerischen Ordensleute in der sanften Senke nördlich der Berge eindeutig darauf hinzuweisen, dass sie auch in seinem Dorf gesiedelt haben könnten. Vielleicht war gerade die Tatsache,dass hier, anders als in Zeiden und Marienburg,keine großen Befestigungsanlagen erhalten waren, ein Hinweis dafür, dass die allzu früh vertriebenen Ritter sich an die Vorgaben der von der Kanzlei des ungarischen Königs Andreas dem II. erstellten Schenkungsurkunde gehalten hatten, die nur die Errichtung von Erd- und Holzburgen gestattete. So sann der Chronist Johannis an dem Tage als , ohne dass er es überhaupt bemerkt oder den dichten Rauch gespürt hätte, der auch in die ....Schreibstube/chitimia.... im dritten Stockwerk des Glockenturms eingedrungen war, ein großer Brand die Kirche erfasst und völlig zerstört hatte. Es geschah in dem Jahr in dem auch die starke Rosenauer Burg von einem Brand verwüstet wurde und die Kronstädter Leinweber ihre Bastei an die Feuerwaffen anpassten.
Die Siedlung von Nussbach wird erst 1377 urkundlich erwähnt. Übe die Dorfkirch e weiß man,dass sie vermutlich im 14. oder 15 Jahrhundert erbaut und nach dem verheerenden Brand von 1537 komplett umgebaut wurde. Die erhaltene Elemente architektonischer Bauplastik, bestätigen den spätgotischen Stil ind dem die Kirche ursprünglich erbaut wurde. Der heutige kirchbau ist eine Saalkirch e mit polygonalem Cor und Westturm, der auch als Glockenturm dient. Chor und Saal verfügen über getrennte Dachstühle. Nach dem Brand wurde auf der Nordseite des Chores die Sakristei angebaut. Der Saal wird, wie auch der Chorraum, außen von Strebepfeilern gestützt und besitzt hohe, schmale Fenster mit Rundbogenabschluss. Auf der Südseite hat sich das gotische Spitzbogenportal mit vierfach abgetrepptem Gewände erhalten, während der Eingang auf der Nordseite schlicht, rechteckig ist. Der massive Glockenturm mit Uhrwerk hat eine verstärkte, hervorstehende Basis, die ihrerseits von Strebepfeilern gestützt wird. Der Eingang erfolgt durch einen, dem massiven Turmerdgeschoß vorgelagerten, Vorbau. Die vier Ecken sind mit markiert, und ein Dachstuhl macht den Übergang von der Basis zum eigentlichen Turm, mit einem Geschoss ohne große Öffnungen, auf den eines mit zqillingsfenstern mit Rundbogenabschluss folgt. Über diesen sinfd auf allen vier Seiten des Turmes Ziffernblätter angebracht. Das heutige Uhrwerk stammt aus dem Jahre 1929 und hat ein älteres ersetzt, das vermutlich aus dem 18. Jahrdundert stammte und über einen Holzmechanismus verfügte.
Dieses Stockwerk schließt ebenfalls mit einem trapezförmigen, von einer Lunette gekrönten, Dach ab.
Die Kirche wurde Anfang des 16. Jahrhunderts mit einem einfachen Bering umgeben, dessen Mauer fast 7 Meter Höhe erreichte und im oberen Bereich mit Schießscharten und Maschikuli ausgestattet war. Spuren des Wehrgangs sind noch zu erkennen.

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