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MALANCRAV / MALMKROG
Die Kirche
Zum erstenmal erwaehnt wird die Malmkroger Kirche im Testament des Nikolaus Apafi. Ein anderes wichtiges Dokument stammt vom Papst Martin V. im Jahr 1424, der der Heilig-Blut- Kapelle zu Malmkrog das Recht verleiht, Ablassbriefe zu erteilen. Diese Kapelle, die neben der Marienkirche stand und den nach der Reformation uebriggebliebenen Katholiken als Kultraum diente, steht heute nicht mehr. Die dreischiffige Basilika mit dem Glockenturm wurde in der ersten Haelfte des 14. Jh. von Gregor, dem Sohn des Nikolaus, gebaut und um 1400 im gotischen Stil umgebaut.

Das heutige Aussehen verdankt sie einer grosszuegigen Restaurierung zu Beginn des 20. Jh. Das Hauptschiff traegt eine flache Decke und ist durch vier Spitzbogenarkaden mit den Seitenschiffen und einem spitzbogigen Triumphbogen mit dem Chor verbunden.
Die Malerei
Der groesste Reichtum der Malmkroger Kirche ist die Innenmalerei, das besterhaltene gotische Wandmalereiensemble des 14. Jh. Der Hauptteil der Fresken befindet sich auf der Nordwand des Kirchenschiffs und entstand um 1350. Der Chor wurde erst spaeter gemalt, nachdem er umgebaut worden war. Die 53 Bildstreifen sind in 5 Register angeordnet und schildern die Schoepfungs-geschichte anhand des Alten und Neuen Testaments. Im oberen Teil werden Szenen aus dem Alten Testament und dem Leben Christi, eine ausfuehrliche Einschlaeferung der Mutter Gottes sowie eine Reihe von Heiligen dargestellt.

Die einfache Ausdrucksweise, der ueblich weisse Hintergrund, die Thematik und Detailtreue jeder einzelnen Szene sind Kennzeichen des graphisch-volkstuemlich-erzaehlenden gotischen Stils, der damals in Mitteleuropa sehr verbreitet war und besonders in kleinen Dorfkirchen ihren Niederschlag fand. Aehnliche Malereien haben sich in Hamruden/ Homorod, Mugeni und Draas/Drauseni erhalten, doch diese Stilrichtung finden wir auch bei Malereien in der Slowakei. Als Spender der Malmkroger Malerei gilt Johann Apafi.
Die Burg
Von der urspruenglichen Ringmauer sind nur ein einfacher Mauerring und die ersten Geschosse des Torturms uebriggeblieben.

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