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MOVILE / HUNDERTBüCHELN
Die Kirche
Das Schiff der Wehrkirche ist mit einem Stichkappentonnengewoelbe ueberdacht, das ein Tonrippennetz rautenfoermig ueberzieht. Der quadratische Chor ist ebenfalls mit einem Sterngewoelbe bedeckt. Ueber ihn errichtete man einen viergeschossigen Turm, "Pelsenturm" genannt, weil hier im Herbst die Pflaumen getrocknet wurden. Anfangs hatte der Turm auch einen Wehrgang. Sein Dach verschmaelert sich stark nach oben. Der Eingang erfolgte durch ein Westportal mit halbkreisfoermiger Archivolte, aber auch durch das Nordportal, wo ein viergeschossiger Verteidigungsturm stand. Dieser war anfangs aus dem Kircheninnern zugaenglich; spaeter wurde der Eingang zugemauert und von draußen ein anderer Zugang geschaffen.

Zu den oberen Geschossen gelangte man durch eine Steintreppe im Inneren der Mauer. Die Kirche des Hl. Michael in Hundertbücheln weist mehrere interessante Details und Besonderheiten auf. Die Fenster an der Nordwand sind ungleicher Höhe und Form, was darauf schließen läßt, daß sie Teile eines Vorgaengerbaus sein koennten. Das Vorhandensein eines Brunnens in der Saalmitte sowie Reste eines Flankierungsturms bestaetigen den Wehrcharakter der Kirche. Eine Reihe von Urkunden aus dem 15. Jh. bezeugt, daß die Kirche des Hl. Michael das Recht hatte, Ablass für eine Zeitspanne von 100 Tagen zu erteilen. Diese Urkunden bestaetigen die Anwesenheit in Dorfnähe einer Kapelle des Schutzheiligen Valentin. Die Kapelle steht nicht mehr, doch nimmt man an, daß eine ehemalige Altartafel erhalten blieb, die als Tuer im Speckturm verwendet wurde und heute in der Kirche aufbewahrt wird. Die Malerei stellt eine Szene aus dem Leben des Heiligen dar.
Die Burg
Die Kirche wurde von einem vieleckigen, dem Gelände angepassten Bering umgeben, der teilweise mit Strebepfeilern verstärkt und, mit Ausnahme der Ostseite, mit einer Außenmauer verdoppelt wurde.
Andere Webseiten:
http://www.hundertbuecheln.de/

Mein Dorf - 15 EUR
Johann Schaas, Kurator der sachsischen Kirche Richiş (deutsch: Reichesdorf, Reichersdorf, ungarisch Riomfalva) teilt mit uns, in sachsischem Dialekt, seine schonsten Erinnerungen an Orte in Siebenbürgen, die er liebte und nicht verlassen wollte, auch wenn die Umstande dagegen sprachen. Documentary Film, 52 minuten. Untertitel: Rumanisch, Englisch, Deutsch, Franzosisch, Italienisch, Ungarisch.















