Die Kirche

In einem Schreiben an den Deutschen Ritterorden erwaehnt der ungarische Koenig Andreas II 1211 den Flu?? Tatrang/Tarlung, wo die Ortschaft entstehen soll. Der Orden war naemlich Herr ueber diesen Landstrich, und er ist es, der den ersten Teil der Tartlauer Kirche aufbaut. Den Rittern ist der Anlageplan in Form eines griechischen Kreuzes zu verdanken, was einmalig in Siebenbuergen war und nur mit wenigen Beispielen im NO Deutschlands belegt werden kann. Die dem Heiligen Kreuz geweihte Kirche wird aus Kalktuff gebaut und ist drei Meter hoch, als 1225 der Deutsche Ritterorden des Landes verwiesen wird. Wahrscheinlich werden die Bauarbeiten nach 1240 fortgesetzt, als Koenig B??la IV.  die Kirche wie auch jene von Honigberg/Harman, Marienburg/Feldioara und Petersberg/Sanpetru den Zisterziensern uebergibt.




Diese bauen das Gebaeude im Stil der burgundischen Fruehgotik weiter, der von den Zisterziensern in Siebenbuergen eingefuehrt worden war. Rings um die zentrale quadratische Vierung gruppieren sich die Kreuzarme, die von den typischen sechsteiligen Gewoelben der Zisterzienser bedeckt sind, deren Steinrippen von Konsolen  wie in Kerz/Carta getragen werden. Die schmalen Spitzbogenfenster  in der Chorwand wie auch die Radfenster mit Vierpassdurchbruch sind alle dem von den Zisterziensern verbreiteten Baustil verhaftet. Diese Aehnlichkeiten sind der Tatsache zu verdanken, dass die Tartlauer Baustelle in direkter Beziehung zu jener von Kerz/Carta stand; wahrscheinlich waren auch Meister von dort in Tartlau im Einsatz, worauf die viereckigen Seitenkapellen hinweisen. Der 36 m hohe Turm ueber der Vierung mu?? spaeter hinzugebaut worden sein, weil die Zisterzienserkirchen turmlos waren. Doch das Schmuckstueck dieser Kirche ist der Fluegelaltar, der um 1450 datiert ist und als aeltester siebenbuergischer Fluegelaltar gilt.

Die Burg




Weil Tartlau, durch seine Lage in der Naehe des Bosauer Passes, als erste Ortschaft den Ueberfaellen der Tuerken ausgesetzt war und nachdem Koenig Sigismund von Luxemburg  den Ausbau von Festungsanlagen im Burzenland angeordnet hatte, begann auch die Wehrbarmachung der Tartlauer Kirchenburg. Zuerst wurde eine hohe und starke Ringmauer aufgefuehrt, umgeben von einem breiten Wassergraben.

1999 wurde auch diese Kirchenburg auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen.

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Johann Schaas, Kurator der sachsischen Kirche Richiş (deutsch: Reichesdorf, Reichersdorf, ungarisch Riomfalva) teilt mit uns, in sachsischem Dialekt, seine schonsten Erinnerungen an Orte in Siebenbürgen, die er liebte und nicht verlassen wollte, auch wenn die Umstande dagegen sprachen. Documentary Film, 52 minuten. Untertitel: Rumanisch, Englisch, Deutsch, Franzosisch, Italienisch, Ungarisch.
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